„Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD Frankfurt ist solidarisch mit den Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger und ihrer Gewerkschaft IG BAU. Wir unterstützen ihren Streik für die Angleichung der Löhne Ost an die im Westen, die Einführung einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge und deutlich höhere Löhne", erklärt der AfA-Vorsitzende Roger Podstatny.
„Die Prinzipien der Sozialpartnerschaft haben den Standort Deutschland zu dem gemacht was er heute ist, nämlich einem der Wettbewerbsfähigsten weltweit. Kernelement ist dabei das Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir empfehlen zu konstruktiven Gesprächen zurückzukommen, hierzu müssen die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreiten.“, so Podstatny weiter.
Wir wollen einen ordentlichen Tarifabschluss, der einen Mindestlohn im Gebäudereiniger-Handwerk wieder ermöglicht. Der Mindestlohn für die Gebäudereiniger-Branche wurde hart erkämpft und darf nun nicht - wie die schwarz-gelbe Koalition für den Postbereich bereits angekündigt hat - abgeschafft werden. Mindeststandards schützen nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Lohndumping. Sie schützen auch die Unternehmen - und zwar insbesondere kleine und mittlere Betriebe - vor einem Vernichtungswettbewerb durch Konkurrenten, die gerade im Dienstleistungsbereich mit Dumpinglöhnen arbeiten.
Ein fairer Wettbewerb ist für uns die Grundlage des Wirtschaftens. Wenn jedoch der Wettbewerb mit Dumpinglöhnen geführt wird, gewinnt am Ende niemand. Die Unternehmen nicht, weil sich immer einer findet der billigere Mitarbeiter hat. Die Mitarbeiter nicht, weil sie von ihrem Lohn nicht leben können. Der Staat nicht, weil er den Beschäftigten die Differenz des niedrigen Lohns zum notwendigen Einkommen für den Lebensunterhalt zahlen muss. Und letztlich auch die Konsumenten nicht, weil die Qualität der Leistungen mit Dumpinglöhnen automatisch zurückgeht.