„Das Verhalten von General Motors ist ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer. Jetzt ist das Risiko groß, das die deutschen Staatshilfen für die Sanierung in den USA eingesetzt werden. Wer den Betriebsrat und die Belegschaft mit der Androhung von Insolvenz erpresst, hat moralisch das Recht verspielt die Zukunft von Opel mitzugestalten. Da nach einer Insolvenz auch die Eigentumsrechte von GM nicht mehr vorhanden sind, will GM offensichtlich Opel doch nicht – gönnt Opel aber auch keinem Anderen. Hier sollte der Staat hilfreich einspringen und ernsthaft prüfen, ob er Opel durch eine Enteignung vom GM befreien kann. Die Arbeitnehmer können sich auf die Solidarität der AfA Frankfurt verlassen. Wir stehen zu Euch", erklärt Roger Podstatny, AfA Vorsitzender.
General Motors hat durch jahrelange und schwerwiegende Managementfehler Opel in eine Krise gebracht. Es ist deshalb nicht denkbar, dass GM eine tragfähige Lösung auf den Weg bringen kann. Der, allein von GM zu verantwortende, geplatzte Verkauf ist ein unglaublicher Vorgang. Wer 50 000 Beschäftigte in Europa einer monatelangen, nervenaufreibenden Hängepartie auszusetzt und am Ende eine nicht nachzuvollziehende Kehrtwende macht, hat sich als verantwortlicher Arbeitgeber selbst disqualifiziert und sein Recht am Eigentum von Opel verwirkt. Die Großdemonstrationen und Arbeitsniederlegungen von Zehntausenden von Opel Mitarbeitern gegen die Entscheidung von GM, den Autobauer nicht zu verkaufen, sondern als Teil des Konzerns zu behalten sind gerechtfertigt und werden von der AfA Frankfurt unterstützt. Gemeinsam leisten wir Widerstand gegen Stellenabbau und Werksschließungen und gegen die Drohung von GM, Opel in die Insolvenz zu
schicken.