140 Jahre Friedenseiche, 30 Jahre Friedensfest
„Jeder kann durch politisches Engagement, Wahlentscheidung und durch sein Konsumverhalten zum Frieden in der Welt beitragen,“ Roger Podstatny, Sossenheimer SPD Vorsitzender und Stadtverordnete. Bei seiner Ansprache zu 140 Jahre Friedenseiche und 30 Jahre Friedensfest der Sossenheimer Sozialdemokraten am 27. August unterstrich er die Verantwortung des Einzelnen für den Frieden. Er stellte aktuelle Bezüge zur Revolution in Nordafrika und zur Finanzkrise her und zitierte Willy Brandt: „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“.
Zur Mahnung für den Frieden begeht die SPD in Sossenheim schon seit Jahrzehnten am letzten Samstag im August ihr Friedensfest. Roger Podstatny erinnerte in seiner Ansprache unter der Friedeneiche an die nunmehr 66 Jahre dauernde Friedenszeit in Mitteleuropa und die Friedensdividende die große Bereiche Europas mit einem relativen Wohlstand erhalten. Eindrucksvoll umrahmte Yilmaz Karahasan mit seiner Trompete und Arbeiterliedern die Gedenkveranstaltung an der Friedenseiche.
Anders als in den vergangenen Jahren fand das Fest diesmal nicht unter der eindrucksvollen 140 Jahre alten Eiche, sondern in dem Sossenheimer Stadtteilzentrum der AWO statt. Bei kühlen Getränken, leckerem selbstgebackenem Kuchen und Würsten vom Grill wurde viel diskutiert und politisiert. Als Gesprächspartner standen die Ortsbeiräte Klaus Moos, Petra Scharf, Claus Lünzer und der Fraktionsvorsitzende Hubert Schmitt zur Verfügung
Die Friedenseiche war 1871 von Kriegsteilnehmern gepflanzt worden, die aus dem Deutsch-Französischen Krieg heimgekommen waren. Hundert Jahre später, 1971, hatten Jungsozialisten am Baum einen Gedenkstein gelegt mit der Aufschrift: „Wir alle tragen für die Verantwortung für den Frieden in der Welt.“ Seit 1981 wird das Friedensfest gefeiert.