„Es ist unglaublich, dass die Frankfurter Societät, ein Unternehmen mit über 150-jähriger Tradition, mit seinen Mitarbeitern so rüde umgeht. Immerhin betreibt sie Verlag und Redaktionen der Frankfurter Neuen Presse, des Höchster Kreisblatts, der Nassauischen Neuen Presse und der Taunuszeitung sowie eines der größten Druckzentren Europas, zugleich Hausdruckerei der Schwestergesellschaft Frankfurter Allgemeine Zeitung“, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt.
Für die rund 700 Beschäftigten in Frankfurt und Mörfelden gelten die Tarifbedingungen der Druckindustrie und der Redakteure an Tageszeitungen. Zukünftig sollen die tariflichen Mindestarbeitsbedingungen nur noch für 410 Mitarbeiter des Druckzentrums in Mörfelden maßgeblich sein. Der Rest soll in eine Holdinggesellschaft überführt und von der Tarifbindung „befreit“ werden. Regelungen über Mindestgehälter, Arbeitszeit, Urlaub sowie Weihnachtsund Urlaubsgeld stehen auf dem Spiel. Ebenso die Betriebsvereinbarungen, die über Jahrzehnte in harten Verhandlungen errungen wurden.
Zudem soll die bisher einheitliche Betriebsvertretung zerschlagen werden. Drei kleine Betriebsräte statt wie bisher eines großen Betriebsrats für alle Mitarbeiter folgt dem Prinzip „Teile und Herrsche“ und bedeutet Abbau der betrieblichen Demokratie.
„Die AfA Frankfurt unterstützt die Beschäftigten gegen Tarifflucht und Zerschlagung in der Frankfurter Societät. Wir fordern alle Leserinnen und Leser der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben und alle Menschen, denen es nicht gleichgültig ist, unter welchen Bedingungen die Zeitung produziert wird, auf sich an der Unterschriftenaktion für die Beschäftigten der Frankfurter Societät zu beteiligen“, erklärt Podstatny.
Die Unterschriftenliste kann unter folgendem Link herunter geladen werden:
http://spdnet.sozi.info/hessen/ff-main/afafm/dl/FAZ_Unterschriftsliste+FSD.PDF