„Die SPD fordert weiterhin eine Integrierte Gesamtschule (IGS) für Sossenheim und fragt, warum der Beschluss der Schulkonferenz ignoriert wurde, zumal beide Sossenheimer Grundschulen die Umgestaltung der Eduard-Spranger-Schule in eine IGS wünschen. Deshalb unterstützen wir die Forderung der Bürgerinitiative „Integrierte Gesamtschule in Sossenheim – Jetzt!“, die in einem offen Brief am die Kultusministerin formuliert wurden, “ erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim.
Es kann nicht sein, dass ein so wichtiger und für den Frankfurter Westen entscheidender Punkt „auf die lange Bank geschoben wird“. Daher fordert die SPD Sossenheim mit Nachdruck, dass die Eduard-Spranger-Schule in eine IGS umgewandelt wird. Die langjährige Arbeit im Schulverbund mit Sossenheimer Grundschulen zeigt, dass die pädagogische und methodische Arbeit in den Grundschulen am besten in der Schulform einer IGS weitergeführt werden kann. Gerade für Kinder zugewanderter Familien erscheint hinsichtlich der Chancengleichheit eine längere Schulzeit, die Zeit für die Schulung von Lernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen lässt, unerlässlich. Der Frankfurter Westen braucht eine weitere IGS und Sossenheim ist der richtige Standort dafür.
Der offene Brief der Bürgerinitiative „Integrierte Gesamtschule in Sossenheim – Jetzt!“ an die Kultusministerin ist beigefügt.
Bürgerinitiative
„Integrierte Gesamtschule in Sossenheim – Jetzt!“
(Gegründet am 27. April 2007)
Sprechergremium:
Yilmaz Karahasan; Sevil San, Astrid Walter
c/o Stadtteilzentrum der AWO
Dunantring 8
65936 Frankfurt am Main
Tel.: 069 – 34 66 54/341812
E-Mail: AWO-Sossenheim@t-online.de
Frau
Dorotheas Henzler
Hessische Kultusministerin
Postfach 3160
65021 Wiesbaden
24.02.2011
Offener Brief
Sehr geehrte Frau Ministerin Dorothea Henzler,
als Bürgerinitiative „Integrierte Gesamtschule in Sossenheim – Jetzt!“ kämpfen wir seit unserer Gründung mit den Eltern, den Lehrern, den Schülern und der Sossenheimer Bevölkerung für die Umwandlung der Eduard-Spranger-Schule in Frankfurt Sossenheim in eine Integrierte Gesamtschule als Ganztagsschule.
Unser Anliegen wurde von allen demokratischen Parteien am Ort, vom Ortsbeirat 6 (Westliche Stadtteile Frankfurts), von der Konzeptgruppe des Projektes „Bildungsgänge im Frankfurter Westen, dem sog. Rundentisch zur Weiterentwicklung des Schulkonzeptes Westliche Stadtteile voll unterstützt und letztlich vom Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main auch so beschlossen. Und wir waren sehr erfreut, dass dieser Plan Ihnen zur Genehmigung so vorgelegt wurde.
Dies war nicht selbstverständlich. Wir als BI haben dieses Anliegen und diesen Prozess mit vielfältigen Aktionen wie öffentliche Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Pressemitteilungen, Menschenketten, Unterschriftenaktionen und nicht zuletzt mit einer machtvollen Demonstration und Kundgebung auf dem Sossenheimer Kirchberg entschieden begleitet.
Umso mehr sind wir enttäuscht, um nicht zu sagen empört darüber, dass Sie, sehr geehrte Frau Ministerin, u.a. mit der Begründung „es bestünde hier kein öffentliches Interesse“ es abgelehnt haben, die Umwandlung der ESS in eine IGS zu genehmigen.
In Ihrem Internetportal schreiben Sie u.a. „Als Kultusministerin liegt es mir besonders am Herzen…gemeinsam mit allen Beteiligten das bestmögliche Ergebnis für die Bildung unserer Kinder zu erreichen. Dabei steht für uns im Vordergrund, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Chancen auf Bildung haben und in Hessischen Schulen eine optimale begabungsgerechte Förderung erhalten.“
Wir fordern Sie auf, sehr geehrte Frau Ministerin Henzler, nehmen Sie den Willen der Eltern, der Lehrer und der Schüler der ESS und der Sossenheimer Bevölkerung ernst, stellen Sie unsere Sossenheimer Kinder nicht hinten an. Überdenken Sie Ihre Entscheidung und korrigieren Sie sie!
Wir wollen „Integrierte Gesamtschule in Sossenheim – Jetzt!“
Yilmaz Karahasan
(Sprecher der BI )