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Roger Podstatny

SPD Sossenheim begrüßt naturnahen Umbau des Höchster Wehres

Veröffentlicht am 28.05.2011 in Presse

Die SPD Sossenheim begrüßt den naturnahen Umbau des Höchster Wehres. Nachdem durch Klagen der Umbau um Jahre verzögert wurde liegt nun die Bau und Finanzierungsvorlage (M 75) vor, welcher der Ortsbeirat bereits zugestimmt hat. Wir hoffen, dass der Umbau jetzt schnellstmöglich erfolgt“, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der SPD Sossenheim.

Podstatny, der auch umweltpolitischer Sprecher der SPD im Römer ist, weiter: „Der Umbau des Höchster Wehres, als unterstes Niddawehr, macht es möglich, nicht nur die Nidda von der Mündung bis zum Sossenheimer Wehr wieder mit dem Main zu verbinden, sondern auch den in die Nidda mündenden Sulzbach sowie den Dottenfeldgraben (Laufgraben). Die Durchgängigkeit des Flusses ist nach dem Umbau in diesem Abschnitt wieder hergestellt und ökologisch ein großer Fortschritt."

So positiv der Niddaausbau in den 30er Jahren für die Hochwassersicherheit war, so negativ wirkte er sich auf die ökologischen Verhältnisse im und am Fluss aus. Stichworte dazu sind: Barrierewirkung der Wehre, Isolation der Stauhaltungen innerhalb des Gewässersystems, monotone Fließeigenschaften, ausbleibende Überschwemmung der Auen und dadurch deutlicher Rückgang der Artenzahlen. Besonders drastische Auswirkungen hat die Unterbrechung der Durchgängigkeit des Fließgewässers auf die Fischfauna. Eine gründliche Untersuchung Ende der 80er Jahre zeigte: Der Wechsel von Mainfischen in die Nidda wird durch das Höchster Wehr und die flussaufwärts folgenden Wehre unterbunden; die Stauhaltungen erweisen sich als "Stillwasserbiotope" mit dem dafür typischen, gegenüber Fließgewässern stark eingeschränkten Fischartenbestand.

Die für die zum Umbau des Höchster Wehres angestellten hydraulischen Berechnungen weisen nach, dass der Umbau keine Verschlechterung der Hochwassersicherheit bedeutet. Grundwassermessungen und eine darauf aufbauende Modellierung zeigten, dass der Umbau des Wehres den von der Stauhöhe der Nidda abhängigen Grundwasserstand nicht verändern wird.

 

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