Der Westen steht zum Kulturdezernenten Dr. Hans-Bernhard Nordhoff
4. Februar 2004
Im Rahmen der Versammlung am 3. Februar 2004 informierte der Kulturdezernent Dr. Nordhoff die Anwesenden über die Kulturpolitik der letzten Jahre und stellte seine Leitlinien Qualität, Kreativität und Interkulturalität heraus. Er ließ die Ereignisse der letzten fünf Jahre Revue passieren und griff dabei ausführlich in das Nähkästchen der Kulturpolitik. Heraus kam ein Streifzug quer durch alle Sparten der Frankfurter Kultur, die er vor allem mit seiner Personal- und Strukturpolitik geprägt hat.
Stolz ist er auch darauf, dass es ihm gelungen ist, die Saalbau wieder auf solide finanzielle Füße zu stellen, die vor allem für das interkulturelle Leben in Frankfurt wichtig ist. Die Finanzierung eines Kooperationspools, aus dem gemeinsame Aktivitäten der Frankfurter Museen bezuschusst werden, sind weitere Erfolge seiner bisherigen Amtszeit. Wichtig sei es, so Nordhoff, die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, um "die Kreativität der Künstler, die hier arbeiten, auch sichtbar werden zu lassen." Außerdem müsse man die Einrichtungen in die Lage zu versetzen, sich selbständig weitere Einnahmen zu erschließen. So akquirieren die Museen inzwischen über den städtischen Zuschuss hinaus jedes Jahr Sponsorengelder von 4 Mio. Euro und finanzieren damit weltweit beachtete Ausstellungen.
Die Zusammenarbeit mit den beiden SPD-Dezernenten Achim Vandreike und Franz Frey will er intensivieren, denn "Kulturpolitik ist auch immer Sozialpolitik", sagt er und fügt ein Zitat von Plato an: "Kultur ist der Sieg der Vernunft über die Gewalt". Das Internet-Portal zur NS-Zeit in Frankfurt (www.Frankfurt1933-1945.de) ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Auf die Frage nach der Zukunft des Neuen Theaters in Höchst wies der Kulturdezernent darauf hin, dass er sich für eine angemessene Beteiligung der Stadt an den Sanierungskosten in der Größenordnung von einem Drittel einsetzen wird, wenn ein tragfähiges Konzept vorliegt. Es laufen im Moment Gespräche mit dem Neuen Theater und dem Vermieter. Er hob die gute und engagierte Arbeit des Neuen Theaters hervor und stellte große Bedeutung für den Frankfurter Westen und darüber hinaus heraus.
"Einstimmig empfiehlt die SPD im Frankfurter Westen die Wiederwahl des Kulturdezernenten Dr. Hans-Bernhard Nordhoff. Dies ist eine Anerkennung für seine gute und kompetente Arbeit der letzten Jahre. Er hat Strukturen geschaffen, welche die Weiterentwicklung der Frankfurter Kulturpolitik unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich machen. Wir freuen uns auch weiterhin, gemeinsam mit ihm, der Kultur in Frankfurt den Raum zu geben, den sie braucht", so Roger Podstatny, Sprecher der SPD im Frankfurter Westen.