Webmaster

Roger Podstatny

Den Mindestlohn ausweiten, Leiharbeit begrenzen!

Veröffentlicht am 17.01.2008 in Presse

„Millionen Bürgerinnen und Bürger müssen in Deutschland für Armutslöhne arbeiten. Immer mehr Menschen sind auf zusätzliches Arbeitslosengeld II angewiesen, obwohl sie Vollzeit arbeiten. Deshalb fordert die SPD flächendeckende Mindestlöhne, die ein Leben in Würde ohne zusätzliche staatliche Hilfe ermöglichen. Mit unserer Unterschriftenaktion wollen wir Druck auf die Union und vor allem Roland Koch machen, der wie kein anderer in der CDU die Einführung von fairen Löhnen verhindert“, sagte Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt und Landtagskandidat. „Zunehmend werden in Betrieben immer mehr billigere Leiharbeiter eingesetzt, um die Stammbelegschaft zu ersetzen. In manchen Unternehmen bestehen mittlerweile bis zu 50% der Belegschaft aus Leiharbeitern. Deren Entlohnung liegt deutlich unter dem Branchentarif. Für die SPD ist es deshalb notwendig, dass - nach entsprechender Anlernzeit - das Prinzip „gleicher Lohn am gleichen Arbeitsplatz" durchgesetzt werden muss.“

Die SPD habe gegen den Widerstand von CDU/CSU einen Mindestlohn für Briefzusteller durchgesetzt, aber in vielen Bereichen würden noch immer Armutslöhne gezahlt. Deshalb müssten Mindestlöhne in weiteren Branchen eingeführt werden und ein gesetzlicher Mindestlohn die Grenze nach unten ziehen. „Für die SPD sind Mindestlöhne ein Gebot der Gerechtigkeit. Wer den ganzen Tag arbeitet, muss sich und seine Familie von dem erarbeiteten Lohn auch ernähren können. Mindestlöhne sind ein Gebot der Würde, harte Arbeit muss gerecht entlohnt werden“, erklärte Podstatny.

Mindestlöhne sind auch ein Gebot der ökonomischen Vernunft und eine wichtige Voraussetzung für fairen Wettbewerb in Sinne der sozialen Marktwirtschaft. Ohne Mindestlohn, seien ungleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Unternehmen, die Tariflöhne zahlen, und ihrer Billiglohn-Konkurrenz die Folge. Damit stünden zahlreiche ordentlich bezahlte Arbeitsplätze auf dem Spiel. Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass mittlerweile zum Beispiel die Arbeitgeberverbände aus der Zeitarbeitsbranche, der Entsorgungswirtschaft und der Sicherheits- und Wachbranche sich für Mindestlöhne stark machen.

Durch Armutslöhne werde zudem auch der Steuerzahler belastet, da Löhne, die nicht zur Finanzierung des Existenzminimums reichten, letztlich durch staatliches Arbeitslosengeld II aufgestockt werden müssten. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen also dafür zahlen, dass Firmen mit Armutslöhnen Gewinne machen können.

 

Arbeitnehmer in der SPD

Mitgliederwerbung

News - aktuelle Meldungen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info