Roger Podstatny, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer in der Frankfurter SPD: „Freikaufen Ackermanns verhöhnt den Gerechtigkeitssinn in der Mitte der Gesellschaft. Die Mentalität einiger Manager untergräbt das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft. Auch in Frankfurt gehen die Maßstäbe für angemessene Vorstandsvergütungen verloren.“
Roger Podstatny: „Für Herrn Ackermann ist die Geldauflage von 3,2 Millionen € angesichts seines Jahresgehaltes ein Witz. Mit völligem Unverständnis habe ich die Äußerung des ehemaligen IG Metall Vorsitzenden Zwickel zur Kenntnis nehmen müssen, dass „der Rechtsstaat obsiegt hat“. Hier hat nicht der Rechtsstaat obsiegt, sondern die ungerechtfertigte Prämienzahlung von 60 Millionen € an ehemalige Manager der Mannesmann AG wird rechtlich nicht geahndet werden.“
Podstatny sieht einen Zusammenhang zwischen den Gepflogenheiten bei der Mannesmann Übernahme durch Vodafone und den Gehaltsvorstellungen von Geschäftsführern kommunaler Betriebe. Podstatny: „Herr von Berlepsch, Geschäftsführer der traffiq Verkehrsgesellschaft hat rückwirkend eine Gehhaltserhöhung von über 20% genehmigt bekommen – bei einem ohnehin nicht geringen Jahressalär. Hier zeigt sich: Der Fisch stinkt vom Kopf. Wenn die Maßstäbe im Großen verloren gehen, dann sind sie auch bei kommunalen Betrieben in Gefahr.“
Podstatny ist sich sicher, dass mit der Amtsübernahme des neuen Oberbürgermeisters Franz Frey derlei rückwirkende und unangemessene Gehaltserhöhungen von Geschäftsführern städtischer Betriebe der Vergangenheit angehören werden.