„Die AfA Frankfurt ist erschrocken von der Art und weise wie ein Tochterunternehmen der Stadt, die GHG, von der Konzernmutter, nach bester Manchester Kapitalismus Art, ausgesaugt und die Mitarbeiter an einen Konkurrenten verscherbelt und in eine unsichere Zukunft entlassen werden. Das dies in der Wirtschaft passiert ist schlimm genug, dass die CDU/Grüne Regierung der Stadt Frankfurt jetzt auch so handelt ist weder sozial noch christlich“, erklärt Roger Podstatny, Vorsitzender der AfA Frankfurt.
Die Geschichte ist wie aus einem Handbuch für „Heuschrecken“ genannte Hedge Fonds entnommen. Die GHG gerät nach vielen Jahren guter Dividendenzahlungen in Schieflage, weil ein wichtiger Kunde, die ABG Holding – auch eine städtische Gesellschaft, den Auftrag an einen Konkurrenten vergibt. Der Mehrheitseigentümer (Mainova) drängt die Miteigentümer aus der Gesellschaft, verleibt sich das Grundstück am Riedberg mit Gebäuden ein und verkauft rückwirkende die GHG an den bereits o.g. Konkurrenten, der jetzt mehr als doppelt so viel Mitarbeiter hat wie vorher. Wer jetzt noch glaubt es sei alles mit rechten Dingen zugegangen, der glaubt auch an den Weihnachtmann im Sommer.
Die Mitarbeiter der GHG GmbH haben in den letzten Jahren einen großen Beitrag geleistet um die GHG GmbH wirtschaftlich überleben zu lassen. Angefangen bei Streichungen oder Kürzungen von freiwilligen Zuzahlungen und Prämien, wie Verzicht von Urlaubsgeld und betrieblichen Sonderzahlungen, bis hin zur Reduzierung der Auslösungspauschalen für die Außendienstmitarbeiter unter den tariflichen Mindestsatz. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Schmidt (Tel.: 0163 86 88 149, Mail: RainerSchmidtFfm@aol.com) kommentierte: „Wir sind von vorne bis hinten reingelegt worden!“
„Die AfA Frankfurt fordert die Stadt auf den neuen Eigentümer einzuwirken, um eine Beschäftigungsgarantie für alle GHG Mitarbeiter bis 2015 zu erreichen und GHG Mitarbeiter bei der Stadt Frankfurt und den städtischen Gesellschaften vorrangig einzustellen“, erklärt Podstatny. Wir sind sicher die Beschäftigten der GHG werden sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben.