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Roger Podstatny

Kommunalwahlprogramm 2006 bis 2011

Schöner leben in unserer Heimat Sossenheim

Kommunalwahlen sind ein Anlass Bilanz zu ziehen – die Wählerinnen und Wähler geben den Parteien eine Rückmeldung über die Arbeit der vergangenen Legislaturperiode. Die Wahlen sind aber auch ein Wechsel auf die Zukunft – was soll erreicht werden, für was stehen die Parteien? Um auf diese Frage eine Antwort zu geben, legt die SPD in Sossenheim hiermit ihr Wahlprogramm für den Zeitraum 2006 bis 2011 vor. Drei Themenbereiche stehen im Mittelpunkt:
  • der Zusammenhalt in unserem Stadtteil
  • Bildung und
  • Verkehr
Dabei sollen die Stärken Sossenheims aufgezeigt, aber auch Defizite benannt und Lösungswege vorgeschlagen werden. Die SPD wird sich in den kommenden Jahren entsprechend vor Ort engagieren und zugleich mit ihrer Politik im Römer dazu beitragen, dass sich unser Stadtteil attraktiv weiterentwickelt. Dazu gehört ganz wesentlich eine bürgernahe, effiziente Verwaltung.
 
 

Wir halten zusammen

Der Charakter Sossenheims wird von einem großen Bürgerengagement und hoher Integrationskraft geprägt. Das rege Vereinsleben und immer neue Initiativen in den unterschiedlichsten Bereichen – z.B. der Sossenheimer Bücherwurm und der Kulturförderverein - bringen die Menschen zusammen und machen unseren Stadtteil lebendig und l(i)ebenswert. Vom Neujahrskonzert über Karnevalssitzungen, Lauf in den Mai, Kultur unterm Dach, Radrennen, Mieterfeste, Mühlgassenfest, Kerbefrühschoppen bis zum Weihnachtsmarkt gibt es zu jeder Jahreszeit für jeden Geschmack etwas. Dabei geht es nicht nur um Unterhaltung – immer ist auch sozialer Einsatz damit verbunden. So hat Sossenheim über die Jahrzehnte Tausende von neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen willkommen geheißen und integriert. Projekte wie der Präventionsrat und die „Soziale Stadt“ stützen das vorhandene Netzwerk und helfen dabei aktuelle Problemlagen zu überwinden. An diesen Stärken anzusetzen und die Träger der Stadtteilarbeit politisch zu unterstützen ist wesentlicher Teil unserer Kommunalpolitik. Insbesondere wollen wir in den kommenden Jahren folgende Ziele anstreben:
  • Unterstützung der Arbeit des Kinderhauses Frank und aller sozialen Einrichtungen
  • Einsatz für bezahlbaren Wohnraum, Erhalt und Ausbau des öffentlichen Wohnungs-angebotes
  • Förderung des Volkshauses als Treffpunkt für örtliche und überörtliche Veranstaltungen
  • behindertengerechte und barrierefreie Zugänge in allen öffentlichen Gebäuden "barrierefreies Sossenheim"
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Vereinen
  • Unterstützung der Aktivitäten der Sportvereine
  • Pflege und Ausbau der Grünanlagen in unserem Stadtteil
 
 

Bessere Schulen – mehr Zukunft

Die Bedeutung von Bildung für die Zukunft der einzelnen Menschen, aber auch unserer Gesellschaft als Ganzes hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Gradmesser des Umgangs mit Bildung ist nicht zuletzt der Zustand der Schulen, d.h. auch das äußere Erscheinungsbild. Hier liegt in Frankfurt einiges im Argen. Wir können in Sossenheim stolz auf engagierte Lehrerinnen und Lehrer sein – aber gerade sie benötigen unsere Unterstützung. Damit die Kinder sich wohl fühlen, Identifikation mit ihrer Heimat entwickeln und gerne lernen, muss in die Gebäude und unser Schulsystem investiert werden. Entsprechend ist das Umfeld zu entwickeln – gut ausgestattete Kinderbetreuungsmöglichkeiten und die Stadtteilbibliothek sind nur zwei Stichworte. Insbesondere wollen wir in den kommenden Jahren folgende Ziele anstreben:
  • kostenlose Bereitstellung von genügend Kindergartenplätzen
  • Bereitstellung von genügend Krippenplätzen
  • Ausbau aller Schulen zu Ganztagsschulen
  • Renovierung der Schulgebäude
  • umgehende Sanierung und Neuausstattung aller Spielplätze im Stadtteil
 
 

Denken statt rasen

Eine mobile Gesellschaft braucht ein breites Spektrum von Verkehrsbeziehungen – aber sie braucht auch Schutz vor Lärm, insbesondere im Wohnbereich, und Sicherheit vor allem für die Jüngsten sowie für schwächere Verkehrsteilnehmer. Sossenheim mit seiner Grundstruktur als "Straßendorf", übergeordneten Straßen, großen Wohnsiedlungen und der nahen Anbindung an Gewerbegebiete hat in hohem Maße mit Verkehrsproblemen zu kämpfen. Nicht alle Probleme lassen sich – kurzfristig – in den Griff bekommen, aber oft bedarf es nur ein bisschen Phantasie, um durch intelligente Lösungen eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Wichtig ist auch das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer – jede und jeder kann einen eigenen Beitrag zu mehr Sicherheit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr leisten. Autoverkehr vermeiden, kurze Wege zu Fuß oder per Fahrrad bewältigen, Tempobeschränkungen berücksichtigen – allein damit wäre schon einiges bewirkt. Das macht weitergehende Maßnahmen allerdings nicht überflüssig. Insbesondere wollen wir in den kommenden Jahren folgende Ziele anstreben:
  • Beschleunigung des öffentlichen Personennahverkehrs
  • Verbesserung der Busanbindung in den Abend- und Nachtstunden, insbesondere am Wochenende
  • Bessere Anbindung und geordnetes Verkehrsregelung im Gewerbegebietes Wilhelm-Fay-Strasse
  • Ausstattung aller Bushaltestellen mit Wartehäuschen
  • keine Umgehungsstraße durch das Sossenheimer Unterfeld
  • Verbesserung des Lärmschutzes für Sossenheim
  • Verkehrsberuhigung durch flächendeckende, überwachte Einführung von Tempo 30
  • Ausbau des Radwegenetzes
  • Grunderneuerung der maroden Straßen in Sossenheim
 
 

Arbeitnehmer in der SPD

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